SVA-Nachzahlungen

Eine große Herausforderung für jeden Unternehmer ist es, die Nachzahlungen für SVA-Beiträge abzuschätzen. Nachverrechnet werden die Pensionsversicherung (PV) und die Krankenversicherung (KV).

Die Berechnung erfolgt im Nachhinein auf Grundlage des Einkommensteuerbescheides. Zum Gewinn laut Einkommensteuerbescheid werden die SVA-Beitrage dazugezählt, die in diesem Jahr vorgeschrieben worden sind. Hier zählen die PV- und KV-Beiträge für das laufende Jahr und die Nachzahlungen für die Vorjahre dazu. Aufgrund dieser Berechnungsbasis wird der Jahresbetrag für die PV in Höhe von 18,50% und die KV in Höhe von 7,65% errechnet. Vom errechneten Betrag werden die während des Jahres für das Jahr vorgeschriebenen PV- und KV-Beiträge abgezogen und daraus ergibt sich die Nachzahlung. Die Nachzahlung wird im Jahr nach Festsetzung des Einkommensteuerbescheides auf vier Quartale verteilt vorgeschrieben. Auf Antrag kann die Nachzahlung auch sofort in einer Summe vorgeschrieben werden, sobald der Einkommensteuerbescheid erlassen wurde. In dem Jahr, in dem die Nachzahlung überwiesen wird, ist sie beim Einnahmen-Ausgaben-Rechner als Betriebsausgabe anzusetzen. Beim Bilanzierer wird eine Rückstellung gebildet. Das bedeutet, dass die zu erwartende Nachzahlung für z. B. 2016 bereits im Jahresabschluss 2016 gewinnmindernd berücksichtigt wird.

 

Beispiel für die Berechnung der SVA-Nachzahlung 2015:

€ 30.000 Gewinn 2015 laut Einkommensteuerbescheid

€    5.000 vorgeschriebene KV und PV 2015

€    3000 im Jahr 2015 vorgeschriebene Nachzahlung KV und PV für 2013

€ 38.000 Basis für die SVA-Berechnung

€    9.937 davon 26,15% (7,65% KV und 18,50 % PV)

€    5.000 abzüglich vorgeschriebene KV und PV

€    4.917 Nachzahlung fällig in 2017 (oder freiwillig in 2016)