Die SVA-Nachzahlung leicht erklärt

Februar 27, 2018

Rund um die SVA-Nachzahlung tauchen bei unseren Klienten oft ähnliche Fragen auf, die wir gerne in einem persönlichen Gespräch in unserer Kanzlei beantworten. Als Service für Sie haben wir hier ein paar der wichtigsten Fragen zusammengefasst.

Was muss bei der SVA-Nachzahlung beachtet werden?

Bei der Berechnung der SVA-Nachzahlung wird zum Gewinn die vorgeschriebene SVA (Krankenversicherung und Pensionsversicherung für das laufende Jahr und für Vorjahre) dazugezählt. Die SVA-Nachzahlung beträgt 26,15 % dieser Bemessungsgrundlage, außer bei der Neugründer-Regelung in den ersten zwei Kalenderjahren. Gerne berechnen wir für Sie bereits während des Jahres eine Einschätzung über die anfallenden Kosten. Somit sind Sie gut über mögliche Nachzahlungen informiert und können im Bedarfsfall rasch reagieren.

Unsere Tipps

  1. Wenn Sie wissen, dass Sie zu niedrig eingestuft sind, empfehlen wir, einen Antrag auf Anpassung der Beitragsgrundlage zu stellen. Somit wird die Nachzahlung nicht zu einer bösen Überraschung. Wir übernehmen es gerne, diesen Antrag für Sie zu stellen.
  2. Oder Sie sparen monatlich einen gewissen Betrag auf einem separaten Konto an. Es ist erfahrungsgemäß leichter, jedes Monat 400 Euro auf das Sparkonto zu legen, als 4.800 Euro noch ein Jahr lang am normalen Geschäftskonto zu belassen. (Sinngemäß gilt das natürlich auch für die Einkommensteuer ☺.)

Ich habe neu gegründet! Mit welcher Nachzahlung muss gerechnet werden?

Wenn Sie erst vor kurzem Ihr Unternehmen gegründet haben, sind Sie bei der SVA mit einer Bemessungsgrundlage (Stand 2018) von 5.256,60 Euro pro Jahr (438,05 Euro pro Monat) eingestuft. Das heißt, bereits bei einem Gewinn von rd. 3.850 Euro (+ vorgeschriebene SVA rd. 1.400 Euro) kommt es zu einer Nachzahlung.

Wie kann ich allgemein SVA-Kosten sparen?

Die SVA bietet mit dem Programm „Selbstständig Gesund“, die Möglichkeit den Selbstbehalt pro Kassen-Arztbesuch und für ambulante Spitalsbesuche zu reduzieren. Derzeit beträgt dieser Selbstbehalt an sich 20% des Arzthonorars. Das sind ca. 10 – 30 Euro pro Arztbesuch. Wenn man im Rahmen dieses 6 Monate dauernden Programmes gewisse Gesundheitsziele eingehalten werden, wird im Anschluss daran der Selbstbehalt auf 10% herabgesetzt.

Nachzahlungen und Forderungen sind in Unternehmerkreisen ein heikles Thema. Mit ein wenig Planung & Vorausschau kann man allerdings unangenehme Situationen leicht umgehen. Wir erinnern auch immer sehr gerne an die positiven Seiten der SVA, die im Ernstfall ein wichtiger Partner im Krankheitsfalls ist. Ebenso gibt es zahlreiche Programme, die helfen die Gesundheit zu erhalten.

  • Gesundheitshunderter für bestimmte Wellness-Hotels mit Sportprogramm (laut SVA-Liste) und Behandlungen (z. B. Ayurveda)
  • Vorsorgeuntersuchung bei der SVA – mit Reduzierung des Selbstbehalts auf 10%,
  • Gesundheitswochen für bestimmte Themen (No-Smoking Camp, Aktiv-Camps, Ernährungs-Umstellung, Burn-out Prävention…)
  • Kuraufenthalte
  • Erholungsaufenthalte für pflegende Angehörige

Stichwörter: ,

Kategorisiert in:

Kommentare sind geschlossen.