Neue Regelung für Kleinunternehmer ab 2017

Februar 20, 2017

Seit dem 1.1.2017 fällt es leichter unter die Kleinunternehmer-Regelung bei der Umsatzsteuer zu fallen. Bisher wurden die ustfreien Umsätze und die ustpflichtigen Umsätze zusammengezählt, um zu bestimmen, ob die Grenze von 30.000 € pro Jahr überschritten worden ist.

NEU: Bei der neuen Regelung werden die ustfreien Umsätze für die Berechnung der 30.000 €-Grenze NICHT mehr dazugezählt.

Welchen Gruppen dies betreffen kann, sehen Sie im folgenden Praxisbeispiel:

  • Heilmasseur (ustfrei) hat auch Umsätze als gewerblicher Masseur (ustpflichtig)
  • Ergotherapeutin (ustfrei) hat auch Umsätze als Grinberg-Praktikerin (ustpflichtig)
  • Ärztin (ustfrei) hat auch Umsätze für Vortragstätigkeit (ustpflichtig)
  • Psychotherapeut (ustfrei) hat auch Umsätze aus Seminartätigkeiten (ustpflichtig)
  • Vortragende bei Uni oder Wifi (ustfrei) hat auch Umsätze als Kunsttherapeutin (ustpflichtig)
  • Pädagogin (ustfrei) hat auch Umsätze als Lebens- und Sozialberaterin

Ihre Umsätze aus einer an sich umsatzsteuerpflichtigen Tätigkeit führen erst dann zur Umsatzsteuerpflicht, wenn sie 30.000 € überschreiten. Dies ist unabhängig davon, wie hoch Ihr Umsatz aus der umsatzsteuerfreien Tätigkeit ist.

Zu beachten: ab 1.1.2017 darf dann keine Rechnung mehr mit Umsatzsteuer ausgestellt werden.

Nicht betroffen sind steuerfreie Kreditwährungen, Grundstückslieferungen und die Vermietung bzw. Verpachtung von Grundstücken.

Für Detailfragen und ob Sie von dieser neuen Regelung betroffen sind oder nicht, hilft Ihnen das Koinig Steuerberatungs-Team kompetent und rasch weiter.


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